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Atemgasklimatisierung (HME)

Kurz erklärt

Atemgasklimatisierung ersetzt mit einem HME-Filter die Funktion der Nase, die Atemluft bei beatmeten Menschen anzuwärmen und zu befeuchten.

Beatmung

Was bedeutet Atemgasklimatisierung?

Normalerweise erledigt die Nase eine wichtige Aufgabe, ohne dass wir es merken: Sie wärmt die eingeatmete Luft an, befeuchtet sie und filtert grobe Teilchen heraus. Bei Menschen, die über eine Trachealkanüle am Hals beatmet werden, fällt die Nase als Atemweg weg. Die Luft gelangt trocken und kalt direkt in die Luftröhre. Das reizt die Schleimhäute und lässt das Sekret zäh werden.

Hier hilft die Atemgasklimatisierung. Ein HME-Filter, oft als künstliche Nase bezeichnet, wird am Beatmungsschlauch angebracht. Er speichert beim Ausatmen einen Teil der Wärme und Feuchtigkeit und gibt sie beim nächsten Einatmen wieder ab. So bleibt die Atemluft angenehm temperiert und feucht, die Atemwege werden geschützt und das Sekret bleibt flüssig.

Worauf kommt es in der Praxis an?

Der HME-Filter ist ein Verbrauchsmaterial und muss regelmäßig gewechselt werden, in der Regel täglich oder wenn er durch Sekret verschmutzt ist. Eine geschulte Pflegekraft achtet darauf, dass der Filter frei bleibt und nicht verstopft, denn ein zugesetzter Filter erschwert die Atmung.

Die Atemgasklimatisierung wirkt eng mit dem Sekretmanagement zusammen: Gut befeuchtete Atemwege lassen sich leichter von Schleim befreien, was Infektionen vorbeugt. In manchen Fällen wird statt des HME-Filters eine aktive Befeuchtung mit einem Gerät eingesetzt; was passt, richtet sich nach dem Bedarf und der ärztlichen Vorgabe.

Die Atemgasklimatisierung ist fester Bestandteil der Beatmungspflege und setzt geschultes Personal voraus. Über die konkrete Versorgung entscheidet das Behandlungsteam (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).

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