Pflege-Glossar 1 Min. Lesezeit

Apnoe und Hypoventilation

Kurz erklärt

Apnoe und Hypoventilation bezeichnen Atemstillstand und eine zu flache Atmung, die zu Sauerstoffmangel führen und besonders im Schlaf gefährlich werden.

Beatmung

Was bedeuten Apnoe und Hypoventilation?

Beide Begriffe beschreiben Störungen der Atmung. Eine Apnoe ist ein Atemstillstand: Die Atmung setzt für eine Zeit ganz aus. Eine Hypoventilation bedeutet, dass jemand zu flach oder zu langsam atmet, sodass nicht genug frische Luft in die Lunge gelangt. In beiden Fällen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, und gleichzeitig reichert sich Kohlendioxid an. Das belastet Herz, Kreislauf und Gehirn.

Besonders tückisch ist, dass solche Störungen oft im Schlaf auftreten, wenn niemand es bemerkt. Betroffene fühlen sich tagsüber erschöpft, ohne die Ursache zu kennen. Bei pflegebedürftigen oder beatmeten Menschen können unbehandelte Atempausen lebensbedrohlich werden. Deshalb gehört die Überwachung der Atmung zu den wichtigsten Aufgaben in der Intensivpflege.

Wie wird das in der Pflege überwacht?

In der Intensivpflege und der Beatmungspflege werden Atmung und Sauerstoffsättigung engmaschig kontrolliert, oft mit Messgeräten, die bei Abweichungen Alarm schlagen. Eine geschulte Pflegekraft erkennt Warnzeichen früh und kann sofort reagieren, etwa durch Lagerung, Absaugen von Sekret oder Anpassen der Beatmung.

Liegt eine dauerhafte Schwäche der Atmung vor, kann eine Unterstützung durch ein Beatmungsgerät nötig werden, entweder über eine Maske oder eine Trachealkanüle. Welche Form passt, entscheidet der Arzt; mehr dazu im Eintrag zu NIV und invasiver Beatmung. Auch ein gutes Sekretmanagement hilft, die Atemwege frei zu halten.

Die Diagnose und die Therapie legt immer eine Ärztin oder ein Arzt fest. Dieser Text erklärt die Begriffe, ersetzt aber keine medizinische Beratung (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).

Fragen zu „Apnoe und Hypoventilation"?

Wir beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich, telefonisch oder bei einem Erstgespräch.