Was bedeutet Trachealkanüle?
Eine Trachealkanüle ist ein kleines, gebogenes Röhrchen, das durch einen Schnitt am Hals direkt in die Luftröhre eingesetzt wird. Diese Öffnung nennt man Tracheostoma. Über die Kanüle kann ein Mensch atmen oder beatmet werden, wenn die Atmung über Mund und Nase nicht mehr sicher möglich ist.
Nötig wird eine Trachealkanüle zum Beispiel bei langer künstlicher Beatmung, bei Lähmungen der Atemmuskulatur oder wenn die oberen Atemwege verengt sind. Sie sichert die Atemwege, erleichtert das Absaugen von Schleim und schützt vor dem Verschlucken in die Lunge.
Es gibt verschiedene Bauformen. Manche Kanülen haben einen aufblasbaren Ballon, den Cuff, der die Luftröhre abdichtet. Andere kommen ohne Cuff aus. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob beatmet wird und wie stabil die Atmung und das Schlucken sind.
Wie die Versorgung aussieht
Die Pflege einer Trachealkanüle erfordert besonders geschultes Personal. Dazu gehören das regelmäßige Reinigen und Wechseln, die Beobachtung der Haut rund um das Tracheostoma und das fachgerechte Absaugen von Sekret. Schon kleine Fehler können gefährlich werden, deshalb arbeiten unsere Fachkräfte nach festen Standards.
Wird die Kanüle mit einem Cuff genutzt, muss der Cuff-Druck regelmäßig kontrolliert werden: zu hoch schädigt die Schleimhaut, zu niedrig wird die Abdichtung undicht. Bei beatmeten Menschen senkt die subglottische Absaugung das Risiko einer Lungenentzündung, indem Sekret oberhalb des Ballons entfernt wird.
Mit einem Sprechventil können viele Betroffene trotz Kanüle wieder mit ihrer Stimme sprechen. Die Versorgung der Trachealkanüle ist ein zentraler Teil unserer Beatmungspflege und macht es möglich, dass Menschen mit dieser Versorgung sicher zu Hause leben (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).