Intensivpflege

Intensivpflege

Außerklinische Intensivpflege für beatmete und schwerstkranke Patienten, rund um die Uhr, zu Hause oder in unserer Intensivpflege-WG.

Pflegerin im Bernstein-Kasack bespricht am Tablet etwas mit einer Angehörigen, im Vordergrund ein Patient im Pflegebett, daneben Beatmungs- und Infusionstechnik
Lena Haidinger, Ansprechpartnerin beim Pflegedienst Bernstein

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Lena Haidinger

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Intensivpflege: Professionelle Versorgung schwerstkranker Patienten

Intensivpflege bedeutet, dass schwerstkranke Menschen rund um die Uhr von examinierten Pflegefachkräften betreut werden, nicht im Krankenhaus, sondern in ihrem vertrauten Umfeld. Bei Pflegedienst Bernstein versorgen wir aktuell 12 Intensivpflege-Patienten, darunter beatmete Patienten und Menschen mit Trachealkanüle.

Unsere Intensivpflege-Teams bestehen ausschließlich aus examinierten Pflegefachkräften mit Zusatzqualifikation in der außerklinischen Intensivpflege und Beatmung. Jedes Team wird von einer Pflegedienstleitung geführt, die als Ansprechpartner für Patienten, Angehörige und Ärzte fungiert.

Für wen ist außerklinische Intensivpflege geeignet?

Außerklinische Intensivpflege richtet sich an Menschen mit schweren, lebensbedrohlichen Erkrankungen, die eine kontinuierliche Überwachung und pflegerische Versorgung benötigen:

  • Beatmete Patienten: Invasive Beatmung über Trachealkanüle oder nicht-invasive Beatmung (NIV/BiPAP)
  • Patienten mit Trachealkanüle: Auch ohne Beatmung, wenn regelmäßiges Absaugen und Kanülenpflege nötig sind
  • Neurologische Erkrankungen: ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), Wachkoma (apallisches Syndrom), Locked-in-Syndrom, Querschnittslähmung mit Beatmung
  • Nach Langzeit-Intensivstation: Patienten, die medizinisch stabil sind, aber weiterhin 24-Stunden-Überwachung brauchen
  • Muskelerkrankungen: Muskeldystrophie, spinale Muskelatrophie (SMA)
  • COPD im Endstadium: Bei dauerhafter Beatmungspflichtigkeit

Ablauf: Von der Klinik nach Hause

  1. Kontaktaufnahme: In der Regel meldet sich das Krankenhaus-Sozialmanagement bei uns, wenn ein Patient für die außerklinische Versorgung infrage kommt. Auch Angehörige können sich direkt an uns wenden.
  2. Erstgespräch in der Klinik: Wir besuchen den Patienten auf der Intensivstation, lernen den Krankheitsverlauf kennen und sprechen mit Ärzten und Angehörigen.
  3. Versorgungsplanung: Wir erstellen ein detailliertes Versorgungskonzept: Personalbedarf, Qualifikationsanforderungen, benötigte Medizintechnik, Anpassung der Wohnung.
  4. Teamzusammenstellung: Wir stellen ein festes Pflegeteam zusammen (in der Regel 5–6 Pflegefachkräfte pro Patient bei 1:1-Versorgung) und schulen es auf die individuellen Bedürfnisse.
  5. Überleitung: Die Überleitung vom Krankenhaus nach Hause wird sorgfältig geplant, inklusive Medizintechnik, Medikamenten und Notfallmanagement.
  6. 24/7-Versorgung: Nach der Überleitung ist unser Team rund um die Uhr vor Ort. Hintergrund-Rufbereitschaft und regelmäßige Arztvisiten ergänzen die Versorgung.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten hängen von Pflegegrad, Leistungsumfang und individueller Versorgung ab. Ein großer Teil kann durch Pflege- und Krankenkasse übernommen werden. Wir beraten Sie gerne persönlich zu Ihrer individuellen Situation.

Jetzt persönlich beraten lassen oder rufen Sie uns an unter 0211 889 39 278.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Intensivpflege zuhause und in einer WG?

Bei der Intensivpflege zuhause kommt ein Pflegeteam in Ihre Wohnung und versorgt Sie im Verhältnis 1:1 rund um die Uhr. In einer Intensivpflege-WG leben mehrere intensivpflegebedürftige Menschen zusammen und werden von einem gemeinsamen Pflegeteam versorgt. Beide Modelle sind vollständig von der Krankenkasse finanziert. Die WG bietet den Vorteil von Gemeinschaft, die 1:1-Versorgung bietet maximale Individualität.

Wie viele Pflegekräfte versorgen einen Intensivpflege-Patienten?

Bei einer 1:1-Versorgung rund um die Uhr sind in der Regel 5–6 examinierte Pflegefachkräfte pro Patient im Schichtdienst eingeteilt. So ist sichergestellt, dass immer eine qualifizierte Fachkraft vor Ort ist, auch bei Urlaub und Krankheit im Team.

Können Angehörige bei der Intensivpflege dabei sein?

Ja, selbstverständlich. Die Angehörigen sind ein wichtiger Teil der Versorgung. Sie können jederzeit dabei sein und werden nach Wunsch in pflegerische Maßnahmen einbezogen. Unser Ziel ist es, ein normales Familienleben zu ermöglichen, trotz schwerer Erkrankung.

Was passiert im Notfall?

Unsere Intensivpflegekräfte sind für Notfälle geschult: Reanimation, Beatmungsprobleme, Kanülendislokation. Es gibt klare Notfallpläne, die mit dem behandelnden Arzt abgestimmt sind. Zusätzlich ist eine Rufbereitschaft rund um die Uhr erreichbar. Bei lebensbedrohlichen Situationen wird sofort der Rettungsdienst alarmiert.

Muss die Wohnung für Intensivpflege umgebaut werden?

In vielen Fällen sind Anpassungen nötig: breitere Türen für das Pflegebett, Stromanschlüsse für die Medizintechnik, ein geeigneter Raum für die Pflegekraft. Wir beraten Sie dazu und unterstützen bei der Beantragung von Zuschüssen zur Wohnraumanpassung.

Für Kinder und Jugendliche gibt es eine eigene Seite: Außerklinische Kinderintensivpflege in NRW.

Einblicke

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Für wen geeignet?

  • Beatmete Patienten (invasiv und nicht-invasiv)
  • Patienten mit Trachealkanüle
  • Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen (ALS, Wachkoma, Schädel-Hirn-Trauma)
  • Patienten nach Langzeit-Intensivstationen

Sie haben Fragen?

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