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Beatmungspflege

Kurz erklärt

Beatmungspflege ist die spezialisierte Versorgung von Menschen, die dauerhaft oder zeitweise künstlich beatmet werden müssen, oft als 1:1 Intensivpflege.

BeatmungIntensivpflege

Was bedeutet Beatmungspflege?

Wenn die eigene Atemkraft nicht mehr ausreicht, übernimmt ein Beatmungsgerät einen Teil oder die gesamte Atemarbeit. Das kann nach einem Unfall der Fall sein, bei fortschreitenden Nervenerkrankungen wie ALS oder bei chronischen Lungenleiden. Die Beatmungspflege betreut genau diese Menschen, damit sie trotz Beatmung sicher zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft leben können.

Die Beatmung erfolgt entweder nicht-invasiv über eine Maske auf Nase oder Mund oder invasiv über eine Trachealkanüle, ein Röhrchen, das durch einen Schnitt am Hals in die Luftröhre führt. Welche Form passt, entscheidet der Arzt; den Unterschied erklärt der Eintrag NIV und invasive Beatmung. In beiden Fällen muss das Gerät rund um die Uhr überwacht werden.

Warum ist sie so anspruchsvoll?

Beatmete Menschen können sich oft nicht selbst helfen, wenn ein Schlauch verrutscht, ein Alarm ertönt oder sich Sekret in den Atemwegen sammelt. Deshalb findet die Beatmungspflege meist als Intensivpflege im Verhältnis 1:1 statt, rund um die Uhr und im Schichtdienst. Die Pflegefachkräfte sind besonders geschult: Sie bedienen das Beatmungsgerät, saugen Sekret ab, kontrollieren Werte und reagieren sofort auf Notfälle.

Ein wichtiger Teil ist das Sekretmanagement, denn freie Atemwege beugen Lungenentzündungen vor. Genauso zählen die Pflege der Trachealkanüle, die Anfeuchtung der Atemluft und die Begleitung der Angehörigen dazu.

Finanziert wird die Beatmungspflege meist über die außerklinische Intensivpflege nach § 37c SGB V, mit einem Eigenanteil von 10 Prozent nur in den ersten 28 Tagen je Jahr. Den Anspruch klären Arzt und Krankenkasse (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).

Fragen zu „Beatmungspflege"?

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