Was bedeutet ambulante Pflege?
Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben, auch wenn sie auf Hilfe angewiesen sind. Die ambulante Pflege macht das möglich. Statt in ein Heim umzuziehen, bleibt der pflegebedürftige Mensch zu Hause und wird dort regelmäßig von einem Pflegedienst versorgt. Die gewohnte Umgebung, vertraute Nachbarn und der eigene Rhythmus bleiben erhalten.
Eine Pflegekraft kommt zu fest vereinbarten Zeiten in die Wohnung, je nach Bedarf einmal oder mehrmals am Tag. Der Umfang richtet sich nach dem Pflegegrad und den persönlichen Bedürfnissen. So lässt sich die Versorgung genau auf den Einzelfall zuschneiden, von gelegentlicher Unterstützung bis hin zur intensiven Betreuung.
Welche Leistungen gehören dazu?
Die ambulante Pflege umfasst mehrere Bereiche. Die Grundpflege hilft beim Waschen, Anziehen, Essen und bei der Bewegung. Die Behandlungspflege erbringt medizinische Leistungen auf ärztliche Verordnung, etwa die Wundversorgung oder die Gabe von Medikamenten. Dazu kommt häufig die hauswirtschaftliche Versorgung, also Hilfe beim Einkaufen, Kochen und Reinigen.
Auch die Beratung der Angehörigen gehört dazu, denn sie tragen einen großen Teil der Pflege mit. Viele Pflegedienste bieten zusätzlich Betreuungsleistungen und eine feste Ansprechperson an.
Bei der Finanzierung greifen mehrere Töpfe. Die Pflegekasse zahlt für die pflegerischen Leistungen eine nach Pflegegrad gestaffelte Pflegesachleistung, die Krankenkasse übernimmt die ärztlich verordnete Behandlungspflege. Was im Einzelfall möglich ist, klären Sie mit Kasse und Pflegedienst (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).