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Wachkoma (Apallisches Syndrom)

Kurz erklärt

Beim Wachkoma sind Menschen nach einer schweren Hirnschädigung zwar wach, reagieren aber kaum gezielt auf ihre Umgebung und brauchen Pflege rund um die Uhr.

IntensivpflegeNeurologie

Was bedeutet Wachkoma?

Das Wachkoma, fachlich apallisches Syndrom, tritt nach einer schweren Schädigung des Gehirns auf, etwa durch einen Unfall, einen Herzstillstand oder einen ausgedehnten Schlaganfall. Betroffene öffnen die Augen und haben einen Wach-Schlaf-Rhythmus, reagieren aber kaum gezielt auf ihre Umgebung. Sie können sich nicht verständigen und sind vollständig auf Hilfe angewiesen.

Die Versorgung ist sehr umfassend. Häufig sind die Menschen über eine Sonde ernährt, manche werden zusätzlich beatmet. Die Pflege übernimmt fast alle Lebensbereiche: Körperpflege, Lagerung, Ernährung, Ausscheidung und die Vorbeugung von Druckgeschwüren und Versteifungen. Dafür ist eine Betreuung rund um die Uhr nötig, oft im Rahmen der Intensivpflege.

Ob und wie weit sich ein Mensch im Wachkoma erholt, lässt sich nicht sicher vorhersagen. Manche Betroffene zeigen mit der Zeit kleine Reaktionen, andere bleiben dauerhaft schwer beeinträchtigt. Deshalb ist eine sorgfältige, geduldige Beobachtung wichtig, um auch feine Veränderungen wahrzunehmen.

Wahrnehmung und Kontakt fördern

Auch wenn ein Mensch im Wachkoma nicht antwortet, kann er Reize aufnehmen. Methoden wie die Basale Stimulation sprechen ihn gezielt über Berührung, Bewegung, Geräusche und Gerüche an. Vertraute Stimmen, Musik oder der eigene Duft können helfen, Kontakt herzustellen und Sicherheit zu vermitteln.

Für Angehörige ist das Wachkoma eine große Belastung. Sie erleben einen vertrauten Menschen verändert und wissen oft nicht, wie viel ankommt. Eine einfühlsame Begleitung bezieht sie aktiv ein, etwa beim Vorlesen oder bei kleinen Pflegehandlungen, soweit sie das möchten.

Eine intensivpflegerische Versorgung im Wachkoma kann zu Hause oder in einer spezialisierten Wohngemeinschaft erfolgen. Gern beraten wir Sie zu den Möglichkeiten. Angaben ohne Gewähr.

Fragen zu „Wachkoma (Apallisches Syndrom)"?

Wir beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich, telefonisch oder bei einem Erstgespräch.