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Dekanülierung

Kurz erklärt

Dekanülierung ist das endgültige Entfernen der Trachealkanüle, wenn jemand wieder sicher selbstständig über Mund und Nase atmen und schlucken kann.

AtemwegeIntensivpflege

Was bedeutet Dekanülierung?

Die Dekanülierung ist das endgültige Entfernen der Trachealkanüle, also des Atemröhrchens im Hals. Sie ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit, denn nach der Dekanülierung atmet der Mensch wieder ganz natürlich über Mund und Nase. Die Öffnung am Hals, das sogenannte Tracheostoma, kann sich danach in den meisten Fällen von selbst schließen.

Sie steht in der Regel am Ende eines längeren Prozesses. Bevor die Kanüle entfernt wird, muss der Körper bewiesen haben, dass er wieder zuverlässig selbst atmen, husten und schlucken kann. Eine vorschnelle Dekanülierung wäre gefährlich, weil die Atemwege ohne Kanüle nicht mehr so leicht freigehalten und abgesaugt werden können.

Wann ist eine Dekanülierung möglich?

Vor der Entscheidung prüft das behandelnde Team mehrere Punkte sehr genau. Atmet der Mensch über längere Zeit stabil ohne Unterstützung? Ist der Hustenstoß kräftig genug, um Schleim selbst abzutransportieren? Funktioniert das Schlucken sicher, ohne dass Nahrung oder Speichel in die Atemwege geraten? Eine Dysphagie, also eine Schluckstörung, muss so weit überwunden sein, dass keine Gefahr mehr besteht.

Häufig folgt die Dekanülierung auf ein erfolgreiches Weaning, die schrittweise Entwöhnung vom Beatmungsgerät. Die Kanüle wird dann nicht abrupt gezogen, sondern in Stufen vorbereitet, etwa durch zeitweises Verschließen oder den Einsatz kleinerer Kanülen, um die selbstständige Atmung zu testen.

Auch nach der Dekanülierung bleibt die Versorgung wichtig: Die Wunde am Hals muss beobachtet werden, und Atmung sowie Schlucken werden weiter überwacht. Unsere Fachkräfte in der Beatmungspflege begleiten diesen Übergang eng und in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten, damit der Schritt sicher gelingt (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).

Fragen zu „Dekanülierung"?

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