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Dysphagie

Kurz erklärt

Dysphagie ist eine Schluckstörung, bei der Essen, Trinken oder Speichel nicht sicher in die Speiseröhre gelangen, was Verschlucken und Lungenentzündungen begünstigen kann.

SchluckenNeurologie

Was bedeutet Dysphagie?

Dysphagie ist der medizinische Fachbegriff für eine Schluckstörung. Bei Betroffenen funktioniert der eigentlich selbstverständliche Ablauf des Schluckens nicht mehr sicher. Essen, Trinken oder sogar der eigene Speichel gelangen nicht zuverlässig in die Speiseröhre, sondern können in die Atemwege geraten. Schlucken ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel vieler Muskeln und Nerven, das schon durch kleine Störungen aus dem Takt geraten kann.

Häufige Ursachen sind ein Schlaganfall, fortgeschrittene Demenz, die Parkinson-Krankheit oder andere Nervenerkrankungen. Auch nach einer längeren Beatmung über eine Trachealkanüle kann das Schlucken vorübergehend gestört sein. Anzeichen sind Husten oder Räuspern beim Essen, eine belegte Stimme nach dem Trinken oder das Gefühl, dass Nahrung im Hals stecken bleibt.

Warum ist Dysphagie gefährlich?

Eine unerkannte Schluckstörung birgt zwei wesentliche Risiken. Gelangen Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die Lunge, kann sich eine sogenannte Aspirationspneumonie entwickeln, eine Lungenentzündung durch verschluckte Stoffe. Zudem essen und trinken Betroffene aus Angst vor dem Verschlucken oft zu wenig, was zu Mangelernährung und Austrocknung führt.

Deshalb ist ein achtsamer Umgang entscheidend. Dazu gehören eine angepasste Kost, etwa angedicktes Trinken oder pürierte Speisen, eine aufrechte Sitzhaltung beim Essen und Ruhe während der Mahlzeit. In der Pflege wird genau beobachtet, wie sicher das Schlucken gelingt, und bei Bedarf das Sekretmanagement angepasst.

Gezielte Therapieansätze wie die FOTT, die Facio-Orale Trakt-Therapie, üben Schlucken und Mundfunktionen schrittweise wieder ein. Bei beatmeten Menschen ist ein sicheres Schlucken außerdem eine wichtige Voraussetzung für die spätere Dekanülierung. Unsere Fachkräfte stimmen die Versorgung eng mit Ärzten und Therapeuten ab (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).

Fragen zu „Dysphagie"?

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