Was bedeutet Tagespflege?
Tagespflege ist eine Betreuung am Tag, meist in einer eigens dafür eingerichteten Einrichtung. Die Gäste werden morgens abgeholt, tagsüber versorgt und beschäftigt und abends wieder nach Hause gebracht. Die Nacht verbringen sie in ihrer gewohnten Umgebung.
Diese Form nennt man teilstationär, weil sie zwischen der Versorgung zu Hause und einem Heimaufenthalt liegt. Sie eignet sich gut für Menschen, die tagsüber Begleitung brauchen, aber abends nicht allein wären oder die einfach nicht aus ihrem Zuhause ausziehen möchten.
In der Einrichtung gibt es ein abwechslungsreiches Programm: gemeinsame Mahlzeiten, Bewegung, Gedächtnisübungen, kreative Angebote und Gespräche. Für viele Gäste ist der soziale Kontakt der wichtigste Gewinn, weil Einsamkeit zu Hause oft ein großes Thema ist.
Wer profitiert und wer zahlt
Besonders hilfreich ist die Tagespflege für pflegende Angehörige. Während ihr Familienmitglied gut betreut ist, können sie arbeiten gehen, Erledigungen machen oder einfach Kraft schöpfen. Das beugt Überlastung vor und macht die häusliche Pflege auf Dauer tragfähiger.
Die Kosten der Tagespflege übernimmt die Pflegekasse ab Pflegegrad 2 in einem eigenen Budget, das zusätzlich zu Pflegegeld und Pflegesachleistung zur Verfügung steht. Bei Pflegegrad 1 lässt sich der Entlastungsbetrag einsetzen. Ausführliche Informationen zu den fünf Pflegegraden finden Sie in unserem Ratgeber unter /ratgeber/pflegegrade/.
Wenn die Hauptpflegeperson über die Betreuungstage hinaus einmal länger ausfällt, lassen sich Tagespflege und Angebote wie Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege gut miteinander verbinden. Wir beraten Sie gern, wie sich diese Bausteine sinnvoll kombinieren lassen (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).