Was bedeutet Heimrespirator?
Eine künstliche Beatmung war früher fast immer an die Klinik gebunden. Moderne, kompakte Geräte machen es heute möglich, dass beatmete Menschen zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft leben. Das Gerät, das das leistet, ist der Heimrespirator, ein Beatmungsgerät für den Einsatz außerhalb des Krankenhauses.
Der Heimrespirator unterstützt die Atmung dauerhaft oder zeitweise, etwa nur in der Nacht. Die Luft gelangt entweder über eine Maske auf Nase und Mund oder über eine Trachealkanüle am Hals in die Lunge. Welche Form passt, hängt vom Gesundheitszustand und vom Beatmungsbedarf ab und wird ärztlich festgelegt.
Wie sicher ist die Beatmung zu Hause?
Sicherheit entsteht durch die Verbindung von zuverlässiger Technik und geschultem Personal. Der Heimrespirator überwacht laufend Druck, Atemzüge und weitere Werte und löst bei Abweichungen einen Alarm aus. Speziell qualifizierte Pflegekräfte aus der Beatmungspflege beobachten das Gerät, deuten die Alarme richtig und greifen sofort ein. Zur Ausstattung gehören außerdem ein Notfall-Beatmungsbeutel und meist ein zweites Gerät als Reserve.
Die Versorgung mit einem Heimrespirator ist Teil der Intensivpflege und findet häufig im 1:1-Verhältnis rund um die Uhr statt. Ob die Beatmung über eine Maske oder invasiv über eine Trachealkanüle erfolgt, beschreibt der Begriff der nicht-invasiven und invasiven Beatmung genauer.
So können auch Menschen mit hohem Versorgungsbedarf in einer vertrauten, familiären Umgebung leben, ohne auf die nötige Sicherheit zu verzichten.