Was bedeutet Bronchialtoilette?
Die Bronchialtoilette ist ein Sammelbegriff für alle Maßnahmen, die die Atemwege frei von zähem Schleim halten. Gesunde Menschen husten Schleim mühelos ab. Bei schwer kranken oder beatmeten Menschen funktioniert dieser Schutzmechanismus oft nicht mehr ausreichend. Dann sammelt sich Sekret in den Bronchien, behindert die Atmung und kann zu Infektionen oder einer Lungenentzündung führen.
Zur Bronchialtoilette gehören mehrere Bausteine: das Befeuchten und Lösen des Schleims durch ausreichend Flüssigkeit und Inhalation, das gezielte Lagern, um den Schleim in Richtung der großen Atemwege zu bewegen, sowie das vorsichtige Abklopfen des Brustkorbs. Reicht das nicht, wird der Schleim abgesaugt. Ziel ist immer, die Atemwege durchgängig und die Lunge belüftet zu halten.
Für wen ist sie wichtig?
Besonders bedeutsam ist die Bronchialtoilette bei beatmeten Menschen, etwa über eine Trachealkanüle, sowie bei Menschen mit schwachem Husten, Lähmungen oder neurologischen Erkrankungen. Bei ihnen kann sich Sekret schnell stauen und gefährlich werden. Eine regelmäßige, sorgfältige Bronchialtoilette beugt Komplikationen vor und erleichtert das Atmen spürbar.
Die einzelnen Maßnahmen erfordern Fachwissen und Erfahrung, gerade das Absaugen, das schonend und steril ablaufen muss. Deshalb gehört die Bronchialtoilette zu den Aufgaben besonders geschulter Pflegefachkräfte in der Beatmungspflege und in der Intensivpflege.
Eng verwandt sind das Sekretmanagement, das den gesamten Umgang mit dem Schleim plant, und die subglottische Absaugung, bei der über eine spezielle Kanüle Sekret oberhalb des abdichtenden Ballons entfernt wird. Unsere Fachkräfte stimmen die passenden Maßnahmen individuell auf den Zustand des Betroffenen ab (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).