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Spastik-Management

Kurz erklärt

Spastik-Management behandelt krankhaft erhöhte Muskelspannungen nach einer Hirn- oder Rückenmarksschädigung mit Lagerung, Bewegung und Medikamenten.

Behandlungspflege

Was bedeutet Spastik-Management?

Spastik-Management umfasst alle Maßnahmen, mit denen krankhaft erhöhte Muskelspannungen behandelt werden. Solche Verkrampfungen treten häufig nach einer Schädigung von Gehirn oder Rückenmark auf, etwa nach einem Schlaganfall, einer Querschnittlähmung oder bei fortschreitenden Nervenerkrankungen.

Bei einer Spastik ziehen sich Muskeln unwillkürlich zusammen und lassen sich nur schwer wieder lockern. Das kann schmerzhaft sein, Bewegungen behindern und die Pflege erschweren. Unbehandelt drohen dauerhafte Fehlstellungen und Versteifungen von Gelenken, die sich später kaum noch beheben lassen.

Ziel des Spastik-Managements ist deshalb, die Muskelspannung zu senken, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit so lange wie möglich zu erhalten. Das gelingt am besten, wenn mehrere Maßnahmen ineinandergreifen und regelmäßig durchgeführt werden.

Welche Maßnahmen helfen

Eine wichtige Rolle spielt die richtige Lagerung. Sie soll verkrampfte Muskeln in eine entspannte Position bringen und Druckstellen vermeiden. Dazu kommen regelmäßige Bewegungsübungen, mit denen Gelenke beweglich gehalten werden. Schienen können helfen, Fehlstellungen vorzubeugen, und Medikamente lösen bei Bedarf die Spannung von innen.

Bewährt haben sich Konzepte aus der neurologischen Pflege. Das Bobath-Konzept bezieht die betroffene Körperseite bewusst ein, statt sie zu schonen. Bewegungsabläufe nach Kinaesthetics nutzen die noch vorhandenen Kräfte des Menschen und schonen zugleich den Rücken der Pflegekräfte.

Menschen mit einer Tetraplegie oder anderen schweren Lähmungen sind besonders auf ein konsequentes Spastik-Management angewiesen. Unsere Fachkräfte stimmen sich dabei eng mit Physiotherapie und behandelnden Ärztinnen und Ärzten ab, damit die Maßnahmen sinnvoll zusammenwirken (Stand 2025/2026, Angaben ohne Gewähr).

Fragen zu „Spastik-Management"?

Wir beraten Sie gerne persönlich und unverbindlich, telefonisch oder bei einem Erstgespräch.